Die richtige Geldanlage im Jahr 2019

in Deutschland

Kleiner Exkurs zur Rechtslage

 

Wieso wurden 9 von 10 Altersvorsorgekunden in Deutschland im Jahr 2018 von den Versicherungen „Legal betrogen“ mit der „Beitragsgarantie“?

Das sollten Sie unbedingt Wissen:

Bereits 1983 hat das Landgericht Hamburg ein vernichtendes Urteil zu einem Garantieprodukt ausgesprochen. (AZ: 74 047 / 83, LG Hamburg)

Die Versicherungsindustrie ist damals mit der Klage gescheitert, den Verbraucherschutz mundtot zu machen. Der Verbraucherschutz stellte schon damals fest, dass eine kapitalgedeckte Lebensversicherung mit Garantie keine sinnvolle Geldanlage darstellt. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass die Garantiezinsen damals noch wesentlich höher waren, als die heutigen.

Folgenden Satz hat der Verbraucherschutz unter anderem veröffentlicht:

Eine Kapital-Lebensversicherung zur Altersvorsorge ist legaler Betrug.“

Und das Landgericht Hamburg hat dem zugestimmt. Bis heute darf jeder diesen Satz aussprechen, weil er nach juristischer Prüfung eben als wahr gilt! Für mich ist es absolut unverständlich, dass zur kapitalgedeckten Lebensversicherung Anfang der 2000er noch die Riester-Rente, Rürup Rente und die betriebliche Altersvorsorge eingeführt worden sind. Auch die haben einen Garantiebaustein. Es ist so ähnlich wie eine kapitalgedeckte Lebensversicherung, dass ich heute alle diese Finanzprodukte faktenbasiert als legalen Betrug empfinde!

Es spricht absolut nichts mehr für die veralteten Finanzprodukte wie kapitalgedeckte Lebensversicherungen, betriebliche Altersvorsorge, Rürup- oder Riester-Verträge mit Garantiebaustein.

Meiner Meinung nach hat die Versicherungslobby in den letzten Jahrzehnten dafür gesorgt, dass weiterhin 90% der Kunden in Deutschland ihr Vermögen verbrennen.

Wenn Sie die Hintergründe interessieren, klicken Sie bitte [hier].

Wenn Sie genauere Informationen zur Problematik mit der „Garantie“ der Versicherungen haben möchten, klicken Sie bitte [hier].

Fazit: Wieso die „Beitragsgarantie“ die Vernichtung Ihres Vermögens bedeutet:

Nach Abzug der Versicherungskosten ist das in 90% der Fälle ein reines Minusgeschäft für Sie!

Aber: Es gibt noch gute Geldanlagen im Jahr 2019 in Deutschland! Aber wie finden Sie die?

Zur Beantwortung dieser Frage werden wir im folgenden Abschnitt diese Inhalte gemeinsam erarbeiten:

• In welche Kapitalmärkte möchte ich wie viel Geld investieren?
• Benötige ich die teure „Garantie“ der Versicherung?
• Wie risikoreich ist ein Investment im Aktienmarkt?
• Bevorzuge ich eine aktive oder passive Anlage oder eine Kombination?

 

Kapitalanlage/ Finanzanlage/ Anlagestrategien

In Welche Kapitalmärkte möchte ich wie viel Geld investieren?

Wir beginnen damit, die richtige Geldanlage zu finden. Dazu sollten wir zunächst einmal verstehen, dass jede Geldanlage in einem der vier klassischen Kapitalmärkte investiert.

Die folgende Matrix zeigt die 4 klassischen Kapitalmärkte:

4 kapitalmärkte

Fast jede Geldanlage kann einem dieser vier Märkte zugeordnet werden. Die Darstellung verdeutlicht die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Märkten. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind zwei Punkte besonders wichtig:

1. Geldanlagen im Immobilien- und Aktienmarkt sind als Sachwerte von der Inflation größtenteils nicht betroffen. Die allgemeine Preissteigerung (Inflation) hat unmittelbar positiven Einfluss auf die Wertentwicklung der Immobilienwerte. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Bei Immobilien kann das Angebot nicht ständig erhöht werden. Die Nachfrage steigt aber, wenn mehr Geld im Umlauf ist (Inflation) und mehr Kunden sich Immobilien leisten können.

Noch verständlicher wird dieser Marktmechanismus bei den Aktien: Die Unternehmen erhöhen jedes Jahr die Preise Ihrer Produkte. Das ist die sozusagen die Inflation. In Zeiträumen mit einer sehr hohen Inflation, steigen also auch die Aktienkurse entsprechend mehr.

2. Aufgrund der zu erwartenden Zinsen (Rendite) ist der Aktienmarkt für ein langfristiges Investment am sinnvollsten. Dazu gehören nicht nur Aktien, sondern eben auch breit gestreute aktive Aktienfonds oder passive Exchanged Traded Funds (ETF).

Zur Verdeutlichung schauen wir uns die 4 Märkte einmal mit konkreten Beispielprodukten an:

In grüner Schrift sind die jeweils besten Eigenschaften eines Marktes hervorgehoben. Für Ihre Geldanlage ist jede Zeile der Matrix wichtig. Achtung: An dieser Stelle des Auswahlprozesses zur richtigen Geldanlage machen viele Sparer einen Fehler:

  • Sie versuchen, alle wichtigen Faktoren in einem Produkt in einem Kapitalmarkt zu vereinen.
  • Sie wollen maximale Rendite,
  • die kürzeste Mindesthaltedauer,
  • die höchste Verfügbarkeit,
  • hohen Inflationsschutz,
  • die niedrigste Wertschwankung
  • und das alles natürlich zu den geringsten Kosten.

So eine „eierlegende Wollmichsau“ gibt es nicht. Leider.

Doch es gibt eine Lösung:

Sie können durch die Kombination der Vorteile von 2 Kapitalmärkten Ihre Wunschvorstellung erreichen. Aufgrund der derzeitigen Zinssituation an den Märkten ist eine Geldanlage im Immobilienmarkt und im Rentenmarkt derzeit nicht empfehlenswert. Der Matrix können Sie entnehmen, dass Sie durch eine Kombination aus Girokonto und Altersvorsorge(ggf. Spardepot) am Aktienmarkt alle positiven Faktoren für Ihren Vermögensaufbau bündeln.

Was bedeutet das konkret?

Bei der einer guten Geldanlage geht es vor allem um den Anlagezeithorizont. Also: wie langfristig wollen Sie das Geld anlegen? 1 Jahr? 3 Jahre? 30 Jahre?

Wichtig ist: In einer fondsgebundenen Altersvorsorge kommen Sie jederzeit an das bereits eingezahlte Kapital heran, wenn Sie es benötigen.

Die Wichtigkeit des Girokontos:
Ihr Notgroschen schützt Ihren Vermögensaufbau

Was Sie tun sollten:

Sie halten auf Ihrem Girokonto oder einen Tagesgeldkonto einen Betrag mit dem Sie unvorhersehbare Ereignisse wie etwa einer Autoreparatur, einer neuen Waschmaschine oder ähnliches jederzeit bezahlen können.

Ich nenne diesen Geldbetrag den „Notgroschen“. Dieses Geld gibt Ihnen nicht nur ein beruhigendes Gefühl, auf etwaige finanzielle Engpässe vorbereitet zu sein. Es dient vor allem auch als Basis für Ihre eigentliche Geldanlage im Aktienmarkt. Wie wir wissen, unterliegt eine Geldanlage im Aktienmarkt immer auch Wertschwankungen. Es kann also Zeiträume geben, in denen Sie Ihre Geldanlagen im Aktienmarkt nicht verkaufen sollten. Wenn Sie genau in einem solchen Zeitraum kurzfristig Geld benötigen, greifen Sie auf den Notgroschen zurück und schützen somit unsere renditeorientierte Geldanlage im Aktienmarkt!

Die Verbraucherschutzzentrale empfiehlt einen Notgroschen in Höhe von zwei bis drei Monatsausgaben. Meiner Erfahrung nach ist das vollkommen ausreichend. Bei Selbstständigen mit starker Einnahmenschwankung können auch bis zu 6 Monate „Notgroschen“ für ruhigen Schlaf sorgen. Wenn Sie noch nicht Ihren anvisierten Notgroschen erreicht haben, sollten Sie ihn mit gleicher Wichtigkeit wie Ihre langfristige Geldanlage ansparen.

Wenn Sie einen Notgroschen haben und die richtige Altersvorsorge für Ihren Vermögensaufbau nutzen, sind Sie finanziell schon sehr gut aufgestellt!

Allerdings: Wenn Sie ein konkretes Sparziel haben, wofür Sie in den nächsten 10 Jahren Geld benötigen, brauchen Sie ein drittes Produkt für Ihr Finanzkonzept. Wenn Sie beispielsweise in 8 Jahren heiraten und dafür 10.000 € sparen möchten, ist keines ihrer bisherigen Finanzprodukte dafür geeignet:

Falls Sie ein solches Sparziel haben, schauen Sie sich bitte [HIER].

Geldanlage im Aktienmarkt:
Ihr langfristiger Vermögensaufbau

Geldanlage im Aktienmarkt:
Ihr langfristiger Vermögensaufbau

Ihren Sparbetrag investieren Sie am sinnvollsten im Aktienmarkt, da Sie hier langfristig die besten Renditen bekommen. Zwar sind die Kursschwankungen im Aktienmarkt in den ersten Jahren hoch, aber das ist nicht wichtig für Sie. Sie interessiert nur die langfristige Rendite pro Jahr. Etwaige Schwankungen können Sie durch Ihren Notgroschen(siehe oben) und ggf. Ihren Mischfonds(s.o.) einfach aussitzen.

Wieso ist die Kursschwankung im Aktienmarkt in den ersten Jahren hoch, aber nach 20 oder 30 Jahren nicht mehr?

Geldanlage Kürzer mit Spiegelstrichen versehen. Weniger Input
Abb. Darstellung vom deutschen Aktieninstitut über die Wahrscheinlichkeit am Aktienmarkt Gewinne zu erzielen in Abhängigkeit von der Haltedauer.

Kurze Beispielrechnung zur Wertschwankung (Volatilität):

Sie investieren 100 € mtl. in Aktien und erhalten im Schnitt 6 % Zinsen pro Jahr.

  • Im 1. Fall kommt die Weltwirtschaftskrise (Minus 30%) im 5. Jahr Ihrer Geldanlage.
  • Im 2. Fall kommt die Krise (Minus 30 %) erst im 30. Jahr Ihrer Anlage:

Ergebnis:

  • Fall 1: Einzahlungen: 6.000 € zzgl. Zinsen (6%) i.H.v. 984 € = 6.984 € 30 % Abzug durch Krise = 4.888 €. Sie haben weniger, als Sie eingezahlt haben! Insgesamt Minus 19 %

Hinweis: Für dieses Szenario Fall 1 sollten Sie über einen Notgroschen verfügen, damit Sie niemals in die Situation kommen, Ihr Aktienfonds ausgerechnet dann verkaufen zu müssen, wenn diese kurzfristig im Minus sind!

  • Fall 2: Einzahlungen: 36.000 € zzgl. Zinsen (6 %) i.H.v. 61.953 € = 97.953 € 30% Abzug durch Krise= 68.567 €. Sie haben trotz Krise immer noch mehr, als Sie eingezahlt haben! Insgesamt PLUS 90%

Übrigens würde der Mischfonds bei der gleichen Krise deutlich weniger Wertverlust hinnehmen müssen. In diesem Beispiel wären es nur 10 % anstatt die aufgeführten 30 % vom Aktienmarkt.

In Deutschland investieren nur etwa 5 Millionen Bürger Teile Ihres Vermögens in Aktienfonds, weswegen in keinem anderen Land Europas die Sparer so wenig Rendite mit Ihren Ersparnissen erzielen:

 

Sparen
Abb. Kluges Sparen und Hartes Sparen, Infografik WELT.

Der Vermögenszuwachs der Deutschen basiert zu 93 % auf dem Motto: Gebe weniger aus, als du verdienst (Konsumsparen). Sie lassen ihr Geld einfach auf dem unverzinsten Girokonto.

Nur rund 7 % des Vermögenszuwachses resultiert auf Zinsgewinnen (Renditen), wie es sie beispielsweise im Aktienmarkt gibt. Die beiden „Sparmöglichkeiten“ in Zahlen:

  • Konsumverzicht: Die Geldentwertung (Inflation) führt dazu, dass die heutigen 1.000 € in 35 Jahren wegen der 2 % Inflation nur noch 493 € Wert sind.
  • Wertzuwachs: Ein Aktienfonds führte dazu, dass die heutigen 1.000 € in 35 Jahren wegen der 6 % Gesamtrendite Ihre Geldanlage 7.686 € Wert sind.

Wollen Sie aus Ihren heute angesparten 1.000 € in 35 Jahren 493 € oder 7.686 € machen? Natürlich klingt diese Frage banal, aber genau so einfach ist es.

Übrigens:

Bisher musste ich noch keinem wirklich vermögenden Kunden erklären, dass eine Geldanlage im Aktienmarkt sinnvoll ist. Diese Leute tun dies seit Jahrzehnten und geben das Wissen innerhalb ihrer Familie weiter.

Diese vermögendsten 10 % der Bundesbürger investieren nicht in den Aktienmarkt, weil Sie vermögend sind. Sie sind vermögend, weil sie seit langem ihre finanziellen Überschüsse im Aktienmarkt investieren!

Wieso ist im Aktienmarkt eine langfristige
Rendite von 6% pro Jahr realistisch?

Ihre private Altersvorsorge ist auf jeden Fall eine sehr langfristige Geldanlage. Sie kommen also am Aktienmarkt nicht vorbei, wenn Sie es richtig machen wollen!

DAX
Abb. DAX Renditedreieck

 

Der DAX vereint die 30 größten Unternehmen Deutschlands in einem Index. Auf der rechten Achse sehen Sie das Jahr des Ankaufs und auf der unteren Achse sehen Sie das Jahr Ihres Verkaufs der Dax-Anteile. Demnach sind die weiß gestrichelten Diagonalen Linien, die ein wenig wie Treppen aussehen, die Haltedauer insgesamt.

Farblich sehen Sie rote Kästchen für ein negatives Jahr (negative Rendite), weiße für ein neutrales Jahr und grüne für ein positives  (positive Rendite) Finanzjahr.

Erkennen Sie, dass Sie nach 20 oder 30 Jahren Haltedauer des DAX immer eine sehr gute Jahresrendite um die 6-8% erzielt hätten? Dabei ist es vollkommen egal, wann Sie gekauft oder verkauft haben. Wichtig ist nur, dass Sie die Anteile lange genug halten.

Die Haltedauer wird auch der der Anlagezeithorizont genannt, der bei einer Geldanlage für den langfristigen Vermögensaufbau das Wichtigste ist. Es ist also klar, für einen Altersvorsorgevertrag gibt es keine bessere Geldanlage als den Aktienmarkt.

Die Renditen sind also hervorragend! Aber wie sicher ist diese Geldanlage mit Aktienfonds?

Kennen Sie die Bezeichnung “Betongold” für Immobilien? Auch Aktien sind, im richtigen Finanzprodukt,  “Betongold“. Auch Unternehmen haben Immobilien, und darüber hinaus noch jede Menge Know-How, Patente, langfristige Kundenverträge, tausende Mitarbeiter etc.

Ein breit aufgestelltes Protfolio aus Aktienfonds, das vielleicht 200 der größten Unternehmen der Welt aus allen Ländern und allen Branchen beinhaltet – kann langfristig nicht stark fallen! Diese Unternehmen produzieren doch Produkte, die die Menschheit braucht: Infrastruktur, Strom, Nahrung, Wasser, Transport und so weiter.

Schauen Sie sich dazu gerne das Video oben auf dieser Seite an – dort wird dieser “Finanzkonzepteffekt” im zweiten Teil des Videos nochmal ausführlich für Sie erklärt!

Der positive Effekt eines ganzheitlichen Finanzkonzepts

 

Mit dem richtigen Finanzkonzept können Sie die Vorteile des Aktienmarktes nutzen, ohne zu viel Risiko einzugehen!

Finanzkonzepteffekt
Abb. Eigene Darstellung: Von der Einzelaktie zum Finanzkonzept

 

Eine Aktie Beispiel Volkswagen:
Wenn Sie 10.000 € in die Volkswagen Aktie investieren, schadet Ihnen ein 50%iger Kursverlust massiv.

3 Aktien Beispiel Volkswagen, Daimler, BMW:
Wenn Sie etwas breiter streuen und alle 3 deutsche Autobauer zu gleichen Teilen einkaufen, verlieren Sie schon nur noch 16,7%. Das reicht aber noch nicht, da der Dieselskandal auch gleich die anderen beiden deutschen Autobauer mit runter gezogen hat.

Viele Aktien Beispiel: Alle Autobauer der Welt:
Wenn Sie aber Aktien aller Autobauer der Welt kaufen, hat die Volkwagenkrise keinen Effekt mehr auf Ihre Gesamtrendite. Warum? Die Kurse sinken, wenn Investoren aufgrund schlechter Neuigkeiten sinkende Absatzzahlen bereits einpreisen, indem Sie teilweise ihre Anteile verkaufen. Was macht denn Familie Mustermann, die eigentlich vorhatte, sich einen Volkswagen Diesel zu kaufen? Sie kaufen vermutlich wirklich keinen VW mehr, weil sie durch die Presse verunsichert sind. Aber kaufen Sie deswegen kein Auto? Der Bedarf ist da und wird gedeckt. Sie wählen beispielsweise einen Toyota. Auch Toyota ist in Ihrem „Autobauer-Branchenfonds“. Die Investoren preisen nun bei Toyota die zu erwartenden steigenden Absatzzahlen ein. Der Verlust von Volkswagen wird sich auf die anderen Autobauer positiv auswirken. Der negative Einfluss der VW-Krise auf Ihr Autobauer-Portfolio ist somit aufgrund der gleichbleibenden Nachfrage nach Autos vollständig ausgeglichen. Damit haben Sie bereits gut diversifiziert.

Sie können mit ihrem Autobauer-Fonds langfristig nur verlieren, wenn eine neue Branche Anteile übernimmt. Beispielsweise könnte die Technologie-Branche fliegende Autos entwickeln, wodurch die Kurse der Autobauer um 50 % einbrechen. Das ist das Risiko an einem „Branchenfonds

Fondsportfolio verschiedene Fonds verschiedener Branchen weltweit:
Wenn Sie aber alle Branchen in Ihrem Portfolio vertreten haben, erledigt sich das Problem nach der gleichen Logik. Natürlich verlieren Sie 50 % des Kurswertes aller Autobauer in Ihrem Portfolio, allerdings nehmen die Technologiewerte in Ihrem Portfolio um die gleichen 50 % der Autobauer wieder zu.

Sie können mit dem weltweiten Fondsportfolio langfristig nur verlieren, wenn Sie aufgrund privater Liquiditätsengpässe ausgerechnet während einer großen Weltwirtschaftskrise Ihre Anteile verkaufen müssen.

Finanzkonzepteffekt das Fondsportfolio wird in ein Finanzkonzept integriert:
Mit einem gut ausgearbeiteten Finanzkonzept wird Ihre Liquidität jederzeit sichergestellt sein. Sollte sich an ihrer persönlichen Finanzsituation etwas ändern, werden rechtzeitig und zu einem guten Zeitpunkt Vermögenswerte umverteilt. Wenn Sie jetzt noch einen Ansprechpartner haben, der Sie vor Panik-Verkäufen bewahrt, indem er Ihnen jederzeit die „Angst“ durch Informationen nimmt, kann Ihnen nichts mehr passieren.

 

Das Geheimnis der richtigen Geldanlage 2019 in Deutschland ist also das richtige Finanzkonzept!

Aktive Aktienfonds oder passive
ETF-Aktienfonds?

Das Trendthema der letzten Jahre im Bereich der Geldanlage für Privatpersonen sind die Exchange-Traded Fund (Kurz: ETF, Deutsch: Aktien-Indexfonds)

Die Vor- und Nachteile eines ETF im Vergleich zu einem aktiv gemanagten Aktienfonds sind:

  • Die Geldanlage in einem computergesteuerten ETF ist nicht nur günstig,
  • sondern bringt in den meisten Fällen auch eine gewisse Diversifizierung mit sich.
  • Die Gestaltungsmöglichkeiten für ein ganzheitliches Anlage-Portfolio sind allerdings beschränkt. Vor allem in Nischenmärkten oder weniger strukturierten Wirtschaftsmärkten wie den asiatischen Raum empfiehlt sich die Anlage in einen ETF oft nicht.
  • In einem guten Finanzkonzept gibt es auch bei den aktiven Fonds keine Ausgabeaufschläge und die Fondskosten werden durch Kick-Backs der Fondsgesellschaft reduziert.
  • Insgesamt sind beide Anlagemöglichkeiten zu empfehlen. Bei beiden gilt: Wichtig ist, dass Sie sich als unerfahrener Anleger bei der Erarbeitung Ihres Finanzkonzepts professionell beraten lassen. Ob das Portfolio letztendlich aus den richtigen ETF oder den richtigen aktiven Fonds oder beidem besteht, ist dann gar nicht mehr so wichtig.

Für meine Kunden kombiniere ich oft die Vorteile von ETF mit denen von aktiv gemanagten Fonds.

Wenn Sie auf der Suche nach Kritik an den ETF sind, dann habe ich hier für Sie zwei Themen ausgearbeitet, die bisher wenig in der Presse behandelt worden sind:

  • Thema 1: Die meisten ETF nach der Marktkapitalisierung der Märkte ihre Geldanlagen festlegen. Das halte ich für falsch. Es ist viel schlauer in Zukunftsmärkte zu investieren, da Wachstum letzlich Kursentwicklung bedeutet und die Marktgröße an sich (Marktkapitalisierung) weniger wichtig ist.
  • Thema 2: Viele aktive Fondsmanager schlagen den Index nicht. Doch dafür gibt es nachvollziehbare Gründe. Ganz viele als „aktiv“ geführte Fonds haben kein aktives Fondsmanagement. Wenn ein Fondsmanager das Portfolio von 20 Fonds einer Beispiel-Bank auswählt und einmal im Jahr ein paar Änderungen vornimmt, sind diese 20 Fonds „aktiv“. Es ist bemerkenswert, dass nur ca. 2% der aktiven Fonds überhaupt ein aktives Management im eigentlichen Sinne durchführen können, da diese über ausreichend verwaltetes Vermögen verfügen, um die Arbeit richtig zu machen.

Wenn Sie diese Themen genauer interessieren, klicken Sie bitte [hier].

Folie1

 

Zur Erinnerung: Auch das beste Finanzprodukt der Welt kann alleine für sich keine sinnvolle Geldanlage für Ihren Vermögensaufbau sein.

Wenn Sie aber Ihr Finanzkonzept sinnvoll durchdacht haben, haben Sie:

  • Eine ausreichende finanzielle Reserve als „Notgroschen“ auf einem Tagesgeldkonto.
  • Ggf. einen Mischfonds in einem kostengünstigen Online-Broker für Sparziele, die Sie in 3 bis 10 Jahren erreichen möchten.
  • Eine kostengünstige private Altersvorsorge der Schicht 3 ohne Garantiebaustein, mit der Sie langfristig (über 10 Jahre) und steuergünstig in Ihren Vermögensaufbau investieren. Selbstverständlich wählen Sie als Geldanlage in Ihrer Altersvorsorge eine Aktienquote (Anteil von Aktienfonds an Ihrem Gesamtportfolio) von nahezu 100%. Sie wollen schließlich sinnvoll investieren und eine positive Rendite nach Kosten, Inflation und Steuern erwirtschaften.
  • Ihr Vermögen sichern Sie mit den wichtigsten Versicherungen ab. Grundsätzlich sollten Sie wirklich nur die für Sie relevanten Versicherungen abschließen und dann das beste Angebot am gesamten Versicherungsmarkt finden. Eine Übersicht zu den sinnvollen Versicherungen finden Sie [Hier].

Wenn Sie also Ihr Finanzkonzept entsprechend bei einem unabhängigen Makler mit den richtigen Produkten erarbeitet haben, geht es endlich an Ihre Fondsauswahl. Sie können sich natürlich auf Ihren Berater oder auf die Ratschläge von Internetseiten verlassen. Aber Sie können sich auch ein paar eigene Gedanken zu Ihrem Anlageportfolio machen. Denn es ist gar nicht so schwer.

Mein persönliches
Anlageportfolio

Wenn Sie mehr wissen wollen zur Erarbeitung einer Asset-Allokation oder zur richtigen Fondsauswahl, zeige ich Ihnen gerne wie das ganz konkret bei mir abläuft:

 

Die 10 Fonds, in die ich privat investiere

Allgemeiner Hinweis zu meinem privaten Fonds-Portfolio:

  • Dieses Portfolio gefällt mir sehr. Es entspricht meinen persönlichen Vorstellungen einer breit diversifizierten Geldanlage in die Weltwirtschaft.
  • Die Renditen der letzten Jahre haben mir total gefallen. Dennoch hat keiner meiner Kunden das gleiche Portfolio, da jeder Mensch ein anderes Rendite-Risiko-Verhältnis wünscht.
  • Mein Portfolio ist renditeorientiert ausgelegt, da ich Marktschwankungen, auch in der Krise, gut aushalte.
  • Notgroschen und notwendige Versicherungen sind vorhanden.
  • Ich spare jeden Monat den gleichen Betrag mit der aufgeführten Gewichtung ins Portfolio. In etwa 80% der Fonds investiere ich in der privaten Altersvorsorge ohne Garantie. Hier genieße ich die Steuervorteile, das ist mein Vermögensaufbau-Motor.
  • Die übrigen 20% der etwas defensiveren Fonds investiere ich in ein Online-Depot ohne Ausgabeaufschlag oder Servicegebühr. Dieses Geld dient mir als finanzielle Reserve. Als selbstständiger Unternehmer ist mein Einkommen nicht gleichbleibend, weswegen ich für eventuelle Schwankungen zudem einen relativ hohen „Notgroschen“ in Höhe von 6 Monatsausgaben parat halte.
  • Meine Steuerrücklagen „parke“ ich auf einem Tagesgeldkonto ohne relevante Verzinsung.

Zur Vereinfachung der Darstellung sind:

  • alle 10 Fonds in einem Portfolio mit einem einmaligen Anlagebetrag von insgesamt 10.000 € dargestellt.
  • Der Anlagezeitraum beginnt am 14.05.2006 und endet am 23.07.2019. Der Zeitraum wurde bewusst vor der Finanzkrise 2008 gesetzt, um die Auswirkungen auf das Portfolio zu verdeutlichen.
  • Aus den damals investierten 10.000€ wären 12 Jahre später ca. 36.000€ geworden, alleine durch Zinsgewinne.
  • Das entspricht einer jährlichen Rendite von 10,22%. Dabei sind alle Fondskosten bereits abgezogen, allerdings noch keine Inflation und Steuern.
Portfolio hüsch Fondsauswahl, ja Kopie

Im Vergleich zum MSCI gibt es folgende Unterschiede:

Die Fonds entsprechen den genannten Kriterien zur Fondsauswahl. Mit einem China-Fonds und einem Asia-Fonds habe ich bewusst den Asien-Anteil im Portfolio aus genannten Gründen erhöht (um ca. 50% von 16% beim MSCI auf 23% im eigenen Portfolio). Der USA Anteil wurde entsprechend um abgesenkt (um ca. 50% von 57% beim MSCI auf 39% im eigenen Portfolio). Ebenfalls erhöht gegenüber dem MSCI habe ich den Anteil von mittleren Unternehmen in Europa und den Anteil der Technologiebranche im Allgemeinen (um 110% von 15% MSCI auf 34% im eigenen Portfolio).

Rendite des Aktienportfolios nach allen Fondskosten im Vergleich zum MSCI ETF und S&P500 Benchmark.

Mit meinem aktiv gemanagten Anlageportfolio konnte ich trotz höherer Fondskosten den Vergleichsindex outperformen (massiv schlagen). Durch die Berücksichtigung der Zukunftsbranchen und Übergewichtung der Regionen mit starkem Bevölkerungswachstum wird sich der Effekt in den nächsten Jahrzehnten meiner Meinung nach noch weiter verstärken.

Für den Betrachtungszeitraum habe ich bewusst die Jahre 2006 bis 2019 gewählt, um die letzte globale Finanzkrise (2008-2009) mit in den Betrachtungszeitraum einzubeziehen.

Anlageportfolio

Alle aufgeführten Renditen sind durchaus ansehnlich. Für meine langfristige Geldanlage bin ich ab 6% pro Jahr zufrieden. Wichtig ist hier allerdings der Unterschied meines Portfolios zum MSCI-World-ETF. Der Unterschied der Rendite pro Jahr von 6,63% zu 10,22% wirkt auf den ersten Blick nicht besonders groß. Ob Sie nach 30 Jahren aber 185.000€ anstatt 69.000€ (MSCI) oder 92.000€ (S&P500) haben, ist ein Unterschied, den Sie bemerken werden, oder?

Hinweis: Die letzten 10 Jahre gingen die Finanzmärkte eigentlich dauerhaft bergauf. Es ist wirklich keine Kunst, in diesem Zeitraum eine gute Rendite zu erzielen. Deswegen ist es wichtig, den Benchmark zum Vergleich heran zu ziehen.

Auch bei der durchschnittlichen Schwankung pro Jahr konnte mein aktives Portfolio die beiden Indices klar schlagen. Dabei wäre die gewichtete Durchschnittsvolatilität meiner 10 Investmentfonds im Mittel bei 14,32 % pro Jahr und damit vergleichbar mit den Indices.

Allerdings führt hier der bereits beschriebene Portfolioeffekt zu einer Glättung der Gesamtschwankung des Portfolios, weil die einzelnen Fonds unterschiedlich auf veränderte Rahmenbedingungen des Marktes reagieren.

Hüsch Portfolio vs msci vs sp500,ja Kopie
Abb. Aktuelles Depot: Lyxorr MSCI-World ETF, Depotvorschlag: Eigenes Portfolio aus 10 aktiven Investmentfonds (s.o.) nach Fondskosten. Weiterer Benchmark in rot: S&P 500

Fazit: Wesentlich bessere Rendite nach allen Kosten bei einer wesentlich geringeren Schwankung der Anlage. Deswegen sehe ich derzeit keinen Bedarf, das seit Jahrzehnten bewährte Prinzip der aktiv gemanagten Portfolios durch die relativ neuen passiven ETF zu ersetzen. Es muss „nur“ richtig gemacht werden.

Wenn Sie auch ein funktionierendes Finanzkonzept haben möchten, dann habe ich das passende Angebot für Sie!

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Nico Hüsch