Berechnen Sie eine sinnvolle Orientierung in Monatsausgaben – abhängig von Fixkosten, Einkommenssicherheit, Haushaltsstruktur und persönlichem Sicherheitsbedürfnis.
Ein Notgroschen, eine Finanzreserve oder eine eiserne Reserve hat eine klare Aufgabe: Sie soll dafür sorgen, dass Sie in finanziellen Ausnahmesituationen handlungsfähig bleiben.
Die oft genannte Regel von zwei oder drei Monatsgehältern ist ein brauchbarer Einstieg. Wirklich passend wird Ihre Liquiditätsreserve aber erst, wenn sie zu Ihren laufenden Ausgaben, Ihrer Einkommenssicherheit und Ihrem gesamten Finanzkonzept passt.
- Höhe einschätzen: Orientierung in Monatsausgaben statt pauschaler Euro-Zahl.
- Reserve einordnen: Nicht jedes liquide Guthaben hat dieselbe Aufgabe.
- Finanzkonzept schützen: Der Notgroschen verhindert, dass langfristige Anlagen im falschen Moment verkauft werden müssen.→ Jetzt Notgroschen berechnen
Das Wichtigste in Kürze
Was ist ein sinnvoller Notgroschen?
Ein Notgroschen soll verhindern, dass Sie bei unerwarteten Ausgaben Schulden aufnehmen oder langfristige Anlagen im ungünstigen Moment verkaufen müssen.
Für die richtige Höhe sind vor allem diese Fragen wichtig:
- Wie hoch sind Ihre monatlichen Ausgaben?
- Wie sicher ist Ihr Einkommen?
- Wie hoch sind Ihre Fixkosten?
- Gibt es weitere liquide Mittel?
- Wie schnell könnten Sie die Reserve wieder auffüllen?
- Wie viel Sicherheit brauchen Sie, damit die Struktur im Alltag tragfähig bleibt?
Der Rechner verbindet diese Faktoren zu einer Orientierung von 1 bis 12 Monatsausgaben.
Notgroschen – passend zu Ihrer finanziellen Lage
Als Honorarberater sind wir nicht darauf angewiesen, dass am Ende ein bestimmtes Produkt abgeschlossen wird. Unser Umsatz hängt nicht davon ab, ob Kapital in ein Depot, eine Altersvorsorge oder eine andere Lösung fließt. Genau deshalb kann ein Thema wie der Notgroschen bei uns die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient. Denn manchmal ist es finanziell sinnvoller, Geld zunächst bewusst als Liquiditätsreserve zurückzuhalten, statt es vorschnell zu investieren.

Nico Hüsch
Honorarberater
Notgroschen-Rechner
Ihre Liquiditätsreserve in wenigen Schritten einschätzen
Der Notgroschen-Rechner ermittelt keine pauschale Euro-Zahl. Er zeigt eine Orientierung in Monatsausgaben, weil eine finanzielle Rücklage daran gemessen werden sollte, was Ihr Haushalt tatsächlich monatlich braucht.
Jeder relevante Faktor erhöht oder senkt den Bedarf an Liquidität. Am Ende entsteht daraus eine Monatsanzahl mit einer leichten Orientierungsspanne.
Beispielhafte Logik: Ein niedriger Risikowert führt eher zu wenigen Monatsausgaben, ein höherer Risikowert eher zu einer robusteren Reserve. Das Ergebnis ersetzt keine individuelle Beratung, hilft aber bei der strukturierten Einordnung.
Interaktiver Notgroschen-Rechner
Wie funktioniert der Notgroschen-Rechner?
Grundlogik des Modells
Der Rechner berücksichtigt mehrere Einflussfaktoren, die für die passende Höhe Ihrer Liquiditätsreserve wichtig sind. Dazu gehören unter anderem Ihre Einkommenssicherheit, Ihre Fixkosten, Ihre Haushaltsstruktur, vorhandene weitere Liquidität, Ihr monatlicher Überschuss und Ihr persönliches Sicherheitsbedürfnis.
Der Gesamtscore entspricht direkt der empfohlenen Monatsanzahl.
Beispiel:
- Score 4 → Empfehlung: 4 Monatsausgaben
- Score 9 → Empfehlung: 9 Monatsausgaben
Die Empfehlung wird als Orientierung mit leichter Toleranzspanne ausgegeben (±1 Monat).
Ergebnisdarstellung:
Empfohlene Liquiditätsreserve: 7 Monatsausgaben
Orientierungsspanne: 6–8 Monatsausgaben
Bewertungsmechanik
Jeder Faktor erhält 0–2 Punkte:
- 0 Punkte → kein erhöhter Liquiditätsbedarf
- 1 Punkt → moderat erhöhter Bedarf
- 2 Punkte → deutlich erhöhter Bedarf
Am Ende werden alle Punkte addiert.
Mindestwert: 1
Maximalwert: 12 Falls der Score rechnerisch unter 1 liegt → auf 1 setzen.
Falls er über 12 liegt → auf 12 begrenzen.
Methodik
Dieses Entscheidungsmodell basiert auf typischen Einflussfaktoren aus der Beratungspraxis. Berücksichtigt werden insbesondere Einkommenssicherheit, Fixkostenstruktur, Haushaltskonstellation, vorhandene Liquiditätsalternativen und individuelle Risikoeinschätzung.
Die Empfehlung erfolgt bewusst in Monatsausgaben und nicht in Eurobeträgen, da die tatsächliche Reserve an Ihren laufenden Ausgaben orientiert sein sollte – nicht an Ihrem Einkommen.
Das Modell ersetzt keine individuelle Beratung, bietet jedoch eine strukturierte und nachvollziehbare Orientierung.
Das Modell berechnet eine Empfehlung in Monatsausgaben – von 1 bis 12 Monaten – basierend auf Ihrer individuellen Situation.
Ergebnis
Das Ergebnis ist keine starre Vorgabe, sondern eine Orientierung. Wer sehr stabil aufgestellt ist, kommt oft mit einer kleineren Sicherheitsreserve aus. Wer schwankende Einnahmen, hohe Fixkosten oder familiäre Verantwortung trägt, braucht meist ein größeres Reservepolster.
Modul | Antwortoptionen |
|---|---|
Einkommenssicherheit → Beschäftigungsform |
|
Einkommenssicherheit → Anzahl der Einkommensquellen |
|
Fixkostenstruktur → Fixkostenquote |
|
Fixkostenstruktur → Konsumkredite / sonstige Verbindlichkeiten |
|
Lebensphase → Aktuelle Situation |
|
Liquiditätsalternativen → Weitere liquide Mittel vorhanden |
|
Haushaltsstruktur → Familiensituation |
|
Monatlicher Überschuss → Finanzüberschuss nach Fixkosten |
|
Persönliches Sicherheitsbedürfnis → Eigene Risikoeinschätzung |
|
Hinweis: Der Rechner liefert eine strukturierte Orientierung. Er ersetzt keine individuelle Beratung, hilft Ihnen aber dabei, Ihre Finanzreserve nachvollziehbar einzuordnen.
Score-Interpretation (1–12 Monatsausgaben)
Score 1–2
Sehr stabile Situation, hohe Einkommenssicherheit, geringe Verpflichtungen.
Reserve von 1–2 Monatsausgaben kann ausreichend sein.
Score 3–4
Solide Situation mit moderatem Risiko.
3–4 Monatsausgaben sind häufig angemessen.
Score 5–6
Mittlere Unsicherheiten oder höhere Fixkosten.
5–6 Monatsausgaben bieten realistischen Schutz.
Score 7–8
Erhöhte Unsicherheiten, z. B. schwankende Einnahmen oder geringe Überschüsse.
7–8 Monatsausgaben sinnvoll.
Score 9–10
Deutlich erhöhtes Risiko oder hohe Abhängigkeit von einem Einkommen.
9–10 Monatsausgaben bieten Stabilität.
Score 11–12
Hohe Einkommensunsicherheit, geringe Pufferfähigkeit oder komplexe Lebenssituation.
11–12 Monatsausgaben sind angebracht.
Typische Orientierungsbeispiele
Das Modell liefert eine konkrete Monatsanzahl als Orientierung.
Beispiele:
- Lehrer-Paar mit stabiler Anstellung und moderaten Fixkosten → 2–3 Monatsausgaben
- Angestelltes Paar mit einem Einkommen und hohem Kreditanteil → 5–7 Monatsausgaben
- Selbstständige mit schwankenden Einnahmen → 8–12 Monatsausgaben
Die Empfehlung wird bewusst als Orientierung mit leichter Spanne ausgegeben.
Warum ist der Notgroschen der erste Stabilitätsbaustein?
Ein Notgroschen ist kein Renditebaustein. Er ist ein Stabilitätsbaustein.
Eine saubere Liquiditätsreserve sorgt dafür, dass unerwartete Ausgaben nicht Ihre gesamte Finanzstruktur durcheinanderbringen. Genau deshalb ist die eiserne Reserve kein Nebenthema, sondern die Grundlage dafür, dass langfristige Geldanlage ruhig und planbar funktionieren kann.
Wenn plötzlich Geld gebraucht wird, sollte Ihre langfristige Strategie nicht im falschen Moment unterbrochen werden. Eine finanzielle Rücklage schützt deshalb nicht nur Ihren Alltag, sondern oft auch die Qualität Ihrer späteren Entscheidungen.
Erst wenn Ihre Liquiditätsreserve tragfähig steht, können renditeorientierte Anlagen wie ein strukturiertes Multi-Asset-Depot langfristig ungestört arbeiten.
Warum die 3-Monats-Regel oft zu grob ist
Pauschale Regeln sind leicht zu merken. Für eine sinnvolle Entscheidung reichen sie aber oft nicht aus.
Zwei Menschen mit gleichem Einkommen können völlig unterschiedliche Lebensrealitäten haben. Der eine Haushalt hat geringe Fixkosten und hohe Flexibilität. Der andere trägt hohe monatliche Verpflichtungen, versorgt Kinder oder ist stärker von einem einzelnen Einkommen abhängig.
Darum ist für die passende Finanzreserve meist nicht Ihr Einkommen die beste Bezugsgröße, sondern das, was Ihr Haushalt jeden Monat tatsächlich braucht.
Nicht Monatsgehälter, sondern Monatsausgaben sind häufig die bessere Grundlage.
Praxis-Einordnung ohne Personenbezug
Hohes Einkommen und niedrige Ausgaben können eine kleinere Reserve rechtfertigen. Schwankende Einnahmen, hohe Fixkosten, Selbstständigkeit oder Familie sprechen dagegen eher für einen größeren Puffer.
Welche Faktoren bestimmen die Höhe Ihrer Rücklage?
Die richtige Höhe Ihrer Liquiditätsreserve entsteht nicht aus einer einzigen Faustregel. Sie ergibt sich aus mehreren Faktoren, die zusammen betrachtet werden sollten.
1. Einkommenssicherheit
Je sicherer und planbarer Ihr Einkommen ist, desto kleiner kann Ihre eiserne Reserve häufig ausfallen. Bei schwankenden Einnahmen, Probezeit, befristeten Arbeitsverhältnissen, Selbstständigkeit oder nur einer zentralen Einkommensquelle ist meist mehr Puffer sinnvoll.
2. Fixkosten und laufende Verpflichtungen
Hohe Fixkosten erhöhen die Abhängigkeit von stabilen Einnahmen. Miete, Kreditraten, Kinderbetreuung, Versicherungen und feste Verträge sollten deshalb sauber berücksichtigt werden.
3. Haushaltsstruktur
Ein Single-Haushalt braucht oft eine andere Sicherheitsreserve als eine Familie mit Kindern oder ein Haushalt mit finanzieller Verantwortung für andere Personen.
4. Lebensphase
Umzug, Familienzuwachs, Immobilienkauf, berufliche Veränderung oder Gründung können den Bedarf an Liquidität deutlich verändern.
5. Weitere Liquidität
Weitere liquide Mittel können den separaten Notgroschen ergänzen. Entscheidend ist aber, ob diese Mittel frei verfügbar, zweckgebunden oder nur im Notfall nutzbar sind.
6. Monatlicher Überschuss
Wer nach den laufenden Ausgaben viel übrig hat, kann Rücklagen schneller wieder auffüllen. Wer einen engen monatlichen Spielraum hat, sollte vorsichtiger planen.
7. Sicherheitsgefühl
Die Reserve muss nicht nur rechnerisch passen. Sie muss auch so gewählt sein, dass Sie im Alltag ruhig und handlungsfähig bleiben.
Wie viele Töpfe braucht Ihre Liquidität?
Ein Notgroschen muss nicht zwingend auf genau einem Konto liegen. In der Praxis ist oft eine klare Topf-Logik sinnvoll, damit Alltag, Sicherheit, planbare Ausgaben und Investieren nicht miteinander vermischt werden.
1. Girokonto: laufende Ausgaben und kleiner Alltagspuffer
Auf dem Girokonto liegen die Beträge, die kurzfristig abgebucht werden: Miete, Kreditrate, Versicherungen, Lebenshaltung und laufende Zahlungen. Ein kleiner zusätzlicher Puffer kann Lebensqualität schaffen, weil nicht jede verspätete Einnahme oder frühere Abbuchung sofort Stress auslöst.
2. Tagesgeld: eigentlicher Notgroschen
Das Tagesgeldkonto ist für viele Haushalte der naheliegende Ort für die Sicherheitsreserve. Es ist vom Alltag getrennt, kurzfristig verfügbar und meist gut verständlich.
3. Geldmarktfonds: mögliche zweite Liquiditätslinie
Ein Geldmarktfonds kann eine Ergänzung sein, wenn Liquidität systematisch im Depot organisiert wird. Er kann helfen, innerhalb einer größeren Vermögensstruktur kurzfristigere Mittel bereitzuhalten. Er ist aber kein Girokonto und keine Bankeinlage.
4. Steuerpuffer und zweckgebundene Rücklagen
Steuerrücklagen, Immobiliengelder oder bekannte Kreditraten sind Liquidität, aber nicht frei verfügbare Liquidität. Sie können in der Gesamtbetrachtung relevant sein, sollten aber nicht so behandelt werden, als könnten sie beliebig für Alltag oder Investitionen verwendet werden.
Die entscheidende Frage lautet: Welche Aufgabe hat jeder Topf?
Steuerpuffer ist nicht dasselbe wie Notgroschen
Bei Selbstständigen, Unternehmern oder Personen mit größeren Kapitalerträgen können Steuerzahlungen eine zentrale Rolle in der Liquiditätsplanung spielen.
Ein Steuerpuffer ist aber nicht dasselbe wie ein Notgroschen. Er ist für absehbare Zahlungen vorgesehen und sollte nicht für Alltag, Konsum oder spontane Investitionen verplant werden.
Trotzdem gehört er in die Gesamtbetrachtung Ihrer Liquidität. Wer bereits hohe zweckgebundene Rücklagen auf Tagesgeld hält, braucht unter Umständen einen anderen separaten Notgroschen als jemand ohne weitere liquide Mittel.
Wichtig ist die Trennung zwischen frei verfügbarer Liquidität und zweckgebundener Liquidität. Beides kann kurzfristig erreichbar sein, aber nicht beides ist frei einsetzbar.
Nicht verwechseln: Notgroschen und planbare Rücklagen
Ein Notgroschen ist nicht dasselbe wie ein allgemeiner Spartopf.
Er sollte für unerwartete Situationen reserviert bleiben: Einkommenslücke, dringende Reparatur, medizinische Ausgaben, kurzfristige familiäre Unterstützung oder andere Ereignisse, die nicht sauber planbar sind.
Planbare Ausgaben gehören dagegen in eigene Rücklagen. Dazu zählen Urlaub, bekannte Versicherungsbeiträge, geplante Anschaffungen, absehbare Reparaturen, Steuerzahlungen oder vertraglich bekannte Raten.
So bleibt der Notgroschen das, was er sein soll: eine echte Sicherheitsreserve.
Was ist mit Kapital, das Sie in den nächsten Monaten sicher brauchen?
Gut zu wissen
Kapital mit einem klaren Verwendungszeitpunkt gehört in der Regel nicht in langfristige Anlagen.
Wenn Sie Geld in 6, 12 oder 24 Monaten sicher benötigen – etwa für eine Steuerzahlung, eine Immobilie, eine Kreditrate oder eine größere geplante Ausgabe – steht nicht Rendite im Vordergrund. Dann geht es um Verfügbarkeit, Stabilität und Planungssicherheit.
Für solche Beträge kommen meist Tagesgeld oder sehr kurzfristige Geldmarktstrukturen infrage. Ein Aktien-ETF, ein Multi-Asset-Depot oder eine Altersvorsorgelösung wären für diesen Zweck in der Regel nicht passend.
Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn größere Beträge zwar liquide erscheinen, aber in Wirklichkeit bereits für einen festen Zweck reserviert sind.
Wo sollte Ihre Liquiditätsreserve liegen?
Gut zu wissen
Eine finanzielle Rücklage sollte vier Anforderungen erfüllen: verfügbar, stabil, verständlich und klar vom Alltag getrennt.
Verfügbar
Sie muss kurzfristig erreichbar sein. Praktisch verfügbar heißt aber nicht nur theoretisch verfügbar. Geld auf dem Girokonto ist sofort abbuchbar. Geld auf Tagesgeld oder im Depot muss möglicherweise erst umgebucht oder verkauft werden.
Stabil
Die Reserve sollte nicht stark schwanken. Für den Notgroschen ist Verlässlichkeit wichtiger als Renditeoptimierung.
Verständlich
Sie sollten wissen, worin das Geld liegt und welche Risiken bestehen.
Getrennt vom Alltag
Die Reserve sollte nicht mit laufenden Ausgaben vermischt werden. Sonst wird sie im Alltag schnell aufgezehrt.
Tagesgeld ist für viele Haushalte der naheliegende Ausgangspunkt. Geldmarktfonds können eine Alternative oder Ergänzung sein, wenn Liquidität bereits innerhalb einer Depotstruktur organisiert wird. Sie sind aber keine Bankeinlage und sollten sauber von Tagesgeld abgegrenzt werden.
Ausführliche Einordnung zu Geldmarktfonds – inklusive Vor- und Nachteile gegenüber Tagesgeld – finden Sie hier:
Warum nicht jeder freie Euro verzinst werden muss
Ein kleiner Girokonto-Puffer kann Zinsen kosten. Er kann aber auch Stress reduzieren.
Wenn Abbuchungen früher kommen, Einnahmen später eingehen oder Sie kurzfristig organisatorisch gebunden sind, verschafft ein Alltagspuffer Zeit. Nicht jeder Euro muss sofort optimiert werden, wenn dadurch die praktische Handlungsfähigkeit leidet.
Die Frage ist deshalb nicht nur: Wo gibt es den höchsten Zins? Die bessere Frage lautet: Welche Liquidität brauche ich, damit mein Alltag und mein Finanzkonzept ruhig funktionieren?
Wie bauen Sie den Notgroschen praktisch auf?
Viele Haushalte bauen ihren Notgroschen nicht mit einer großen Einmalzahlung auf, sondern über Routinen.
- separates Tagesgeldkonto einrichten
- monatlichen Dauerauftrag nutzen
- nach größeren Entnahmen gezielt wieder auffüllen
- Sonderzahlungen anteilig zur Reserve führen, bis das Ziel erreicht ist
- planbare Rücklagen separat führen
- einmal jährlich prüfen, ob Monatsausgaben, Familie, Einkommen oder Selbstständigkeit sich verändert haben
Wichtig ist nicht, die perfekte Struktur ab Tag eins zu haben. Wichtig ist, dass Alltag, Reserve und langfristiges Investieren nicht dauerhaft miteinander vermischt werden.Viele Haushalte bauen ihren Notgroschen nicht mit einer großen Einmalzahlung auf, sondern über Routinen.
- separates Tagesgeldkonto einrichten
- monatlichen Dauerauftrag nutzen
- nach größeren Entnahmen gezielt wieder auffüllen
- Sonderzahlungen anteilig zur Reserve führen, bis das Ziel erreicht ist
- planbare Rücklagen separat führen
- einmal jährlich prüfen, ob Monatsausgaben, Familie, Einkommen oder Selbstständigkeit sich verändert haben
Wichtig ist nicht, die perfekte Struktur ab Tag eins zu haben. Wichtig ist, dass Alltag, Reserve und langfristiges Investieren nicht dauerhaft miteinander vermischt werden.
Wie passt der Notgroschen in Ihr Finanzkonzept?
Der Notgroschen ist die kurzfristige Liquiditätsebene Ihres Finanzkonzepts.
Darüber hinaus stellt sich die Frage, welches Kapital mittelfristig oder langfristig arbeiten kann. Dafür kann ein Multi-Asset-Depot sinnvoll sein, weil es Geldmarkt, Anleihen und Aktien je nach Ziel, Zeithorizont und Risikoprofil miteinander verbindet.
Für langfristige Ziele kann zusätzlich eine fondsgebundene Altersvorsorge oder ein steueroptimiertes Depot relevant sein, wenn Kosten, Steuern, Flexibilität und persönliche Rahmenbedingungen zusammenpassen.
Ein gutes Finanzkonzept muss dabei nicht aus vielen Produkten bestehen. Oft reichen wenige klare Bausteine: kurzfristige Liquidität, strukturierter Vermögensaufbau und langfristige Vorsorge.
→ Finanzkonzept: Warum nicht ein Produkt, sondern die richtige Struktur entscheidet
Warum unabhängige Honorarberatung beim Notgroschen einen Unterschied macht
Beim Notgroschen geht es nicht darum, möglichst schnell Kapital in ein Produkt zu bringen.
Es geht darum, zu klären, wie viel Geld bewusst liquide bleiben sollte, damit Ihr restliches Finanzkonzept langfristig ruhig funktionieren kann.
Als unabhängige Honorarberater sind wir nicht darauf angewiesen, dass am Ende ein bestimmtes Anlage- oder Vorsorgeprodukt abgeschlossen wird. Unser Umsatz hängt nicht davon ab, ob Ihr Kapital vollständig investiert wird.
Deshalb kann die fachlich richtige Einordnung auch lauten: Ein Teil Ihres Geldes sollte zunächst nicht ins Depot, nicht in eine Altersvorsorge und nicht in ein anderes Produkt fließen, sondern bewusst als Liquiditätsreserve zurückgehalten werden.
Genau diese Unabhängigkeit ist beim Notgroschen besonders relevant, weil eine gute Liquiditätsreserve die Investitionssumme kurzfristig reduzieren kann – langfristig aber mehr Stabilität schafft.
→ Unabhängige Honorarberatung für Geldanlage und Vermögensaufbau
Fazit
Die Empfehlung „drei Monatsgehälter“ ist ein guter Einstieg – aber selten eine präzise Lösung.
Eine Liquiditätsreserve sollte:
- an Ihren Ausgaben orientiert sein
- strukturelle Risiken berücksichtigen
- zu Ihrer Lebensphase passen
- einfach organisiert sein
Wenn Sie unsicher sind, welche Höhe in Ihrer Situation sinnvoll ist, klären wir das strukturiert im Gespräch – unverbindlich und kostenfrei bis zur Entscheidung – und ohne Verkaufsdruck.
Gemeinsam klären wir:
– wie hoch Ihre finanzielle Rücklage sinnvoll sein sollte
– wie sie sich in Ihr gesamtes Finanzkonzept einfügt
– und welche Struktur für Sie praktikabel ist
Sie möchten wissen, ob Ihre Liquiditätsreserve zu Ihrem Finanzkonzept passt?
Ein Notgroschen ist wichtig. Aber er ist nur ein Baustein.
Im Erstgespräch klären wir, ob Ihre Rücklagen, Ihr Vermögensaufbau und Ihre bestehenden Finanzbausteine sinnvoll zusammenspielen und ob eine weitere Zusammenarbeit für Ihre Situation überhaupt passend ist.
Häufige Fragen zum Notgroschen, zur Finanzreserve und zur Liquiditätsreserve
Wie viel Notgroschen brauche ich?
Sollte ich mich am Einkommen oder an den Ausgaben orientieren?
Ist die 3-Monats-Regel falsch?
Muss mein Notgroschen vollständig stehen, bevor ich investiere?
Ist der Notgroschen ein Konto, von dem meine laufenden Ausgaben abgehen?
Wie viel Geld sollte auf dem Girokonto liegen?
Zählt mein Steuerpuffer zum Notgroschen?
Was ist mit Geld, das ich in 6, 12 oder 24 Monaten sicher brauche?
Kann ich meinen Notgroschen auch in einem Geldmarktfonds halten?
Zählen Gold, Silber oder Krypto zum Notgroschen?
Warum kann eine kleinere Reserve manchmal sinnvoll sein?
Warum brauchen Selbstständige oft mehr Reserve?
Entstehen Kosten, wenn ich nur ein Erstgespräch buche?
Wird mir im Erstgespräch direkt ein Produkt empfohlen?
Was passiert, wenn ich mich gegen eine Zusammenarbeit entscheide?
Quellen
1. Grundlagen zur Notfallrücklage
BaFin – Grundregeln der Geldanlage
Bezug im Text: Grundlage für die Einordnung von Notfallrücklage bzw. Liquiditätsreserve und für die bekannte Faustregel als erste Orientierung.
Destatis – Konsumausgaben privater Haushalte nach Haushaltsgröße in Deutschland
Bezug im Text: Begründet, warum sich die passende finanzielle Rücklage an Haushaltsausgaben und Haushaltsstruktur orientieren sollte und nicht pauschal für jeden Haushalt gleich sein kann.
2. Aufbewahrung der Reserve
Bezug im Text: Grundlage für die Einordnung von Tagesgeld als schnell verfügbare Form, um eine finanzielle Rücklage oder eiserne Reserve separat zu parken.
BaFin – Einlagensicherung und Anlegerentschädigung
Bezug im Text: Grundlage für die Abgrenzung zwischen geschützten Bankeinlagen und Wertpapier- bzw. Fondsanlagen.
3. Geldmarktfonds und rechtlicher Rahmen
EUR-Lex – Verordnung (EU) 2017/1131 über Geldmarktfonds
Bezug im Text: Rechtliche Grundlage für die Einordnung von Geldmarktfonds auf EU-Ebene.
Bezug im Text: Grundlage für die Einordnung von Fondsvermögen als Sondervermögen und für den deutschen Rechtsrahmen von Geldmarktfonds.
Methodischer Hinweis:
Der Notgroschen-Rechner liefert keine amtliche Standardformel. Er ist ein eigenes methodisches Modell der Nico Hüsch Honorarberatung, das mehrere Einflussfaktoren zusammenführt, um eine sinnvolle Orientierung in Monatsausgaben zu geben.
Regulatorische Einordnung und Hinweis
Die Nico Hüsch Honorarberatung ist als Versicherungsberater nach §34d Abs. 2 GewO und als Honorar-Finanzanlagenberater nach §34h GewO registriert.
Registrierungsnummern: D-G1NT-W3U4F-24 für §34d Abs. 2 GewO und D-H-131-UDFM-72 für §34h GewO.
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung. Eine konkrete Empfehlung ergibt sich erst aus der persönlichen Analyse Ihrer Situation.
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