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Warum Geldanlage und
Altersvorsorge fest miteinander
verbunden sind!

Im zweiten Teil des Beitrags geht es um die private Altersvorsorge ohne staatliche Förderung . Es werden bekannte und weniger populäre Vorsorge-Modelle erläutert und erklärt, warum bei der privaten Altersvorsorge in der Regel Beratungsbedarf besteht. Ohne etwas vorwegzunehmen: Nicht jeder Interessierte kommt mit dem facettenreichen Angebot zurecht. Fehler bei der Auswahl von Anlageinstrumenten sind daher vorprogrammiert.

Die gesetzliche Rentenversicherung

Die Politik wird nicht müde zu betonen, dass die Rente sicher ist. Dabei wird allerdings nur ausgesagt, dass es immer irgendwelche Rentenzahlungen geben wird, in welcher Höhe, ist ein völlig anderes Thema.

Fakt ist aber, dass jeder Arbeitnehmer in die gesetzliche Rente einzahlen muss, derzeit 9,3 % des jeweiligen Bruttolohns. Weitere 9,3 % steuert der Arbeitgeber bei. Dementsprechend muss ein Beschäftigter mit 4.000 Euro brutto aktuell 372 Euro monatlich an die gesetzliche Rentenversicherung abführen. Bei der Rentenkasse gehen jeden Monat für diesen Arbeitnehmer 744 Euro ein.

Gut zu wissen:

Die Höhe der Rentenbeiträge richtet sich nach dem jeweiligen Einkommen und ist durch eine Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Diese wird in den alten Bundesländern bei 6.900 Euro und in den Neuen mit 6.450 Euro erreicht. Einkommen oberhalb der Bemessungsgrenzen sind von Rentenbeiträgen befreit. Mehrverdiener erhalten nur gesetzliche Rente im Rahmen der Bemessungsgrenzen.

Wie hoch wird meine Rente sein?

Sie können Ihre aktuellen Rentenansprüche dem jährlichen Rentenbescheid entnehmen. Darin steht auch, dass die Höhe der Rente nach Möglichkeit um 1 % per anno oder mehr angepasst wird. Anpassungen kommen jedoch nur bei günstigen Rahmenbedingungen zustande uns sind nicht in jedem Jahr möglich.

Zudem sind die Anpassungen für eine Kompensation des Kaufkraftschwunds durch Inflation unzureichend. Wenn in Ihrem Rentenbescheid beispielsweise 1.500 Euro steht, sind diese beim Renteneintritt oft nur noch die Hälfte wert. Davon gehen zudem Sozialabgaben und Steuern ab.

Bereits jetzt liegt die Rentenhöhe nur bei etwa 48 % des letzten Gehalts und sie sinkt bis zum Jahr 2030 womöglich auf 40 %. Natürlich betonte die Regierung bislang regelmäßig, dass das Rentenniveau in den kommenden Jahren nicht weiter sinkt. Diese Ansichten können aber aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise, bedingt durch staatlich verordnete Stilllegung, nicht mehr aufrechterhalten werden.

Numerisch steigt die Rente zwar geringfügig, aber diese Steigerung kann nicht mit der Inflation von mindestens 2 % per anno mithalten.

Wie groß wird meine Rentenlücke sein?

Angenommen, Sie gehen im Jahr 2030 mit einem letzten Monatsgehalt von 4.000 Euro in Rente. Im Folgemonat erhalten Sie, gemäß der dann geltenden 40 %, etwa 1.600 Euro Rente, von welcher Steuern und Sozialabgaben abgehen. Ihre individuelle Rentenlücke beträgt dementsprechend 2.400 Euro pro Monat.

Nun behaupten einige Experten, dass Rentner wesentlich weniger Geld brauchen als jüngere Leute. Die Ansicht wird von anderen Fachleuten aus nachvollziehbaren Gründen heftig kritisiert. Rentner wollen etwas vom Lebensabend haben, lange gewünschte Fernreisen machen, Hobbys nachgehen und gesellige Zeiten mit anderen Senioren verbringen.

Der Geldbedarf wird demnach ab dem Renteneintritt nicht wesentlich geringer als vorher sein. Gehen wir im nächsten Beispiel von 80 % des letzten Einkommens aus:

– 4.000 Euro Gehalt resultiern in 1.600 Euro Rente brutto.

– Benötigt werden 80 % von 4.000 = 3.200 Euro.

– Dementsprechend klafft eine Versorgungslücke von mindestens 1.600 Euro.

Sie können die Rentenlücke teilweise schließen, indem über die Regelaltersgrenze hinaus gearbeitet wird. Dieses Ansinnen wird jedoch häufig durch gesundheitliche Probleme oder natürlich schwindende Kräfte vereitelt.

Private Altersvorsorge zwingend notwendig

Die oben aufgezeigte Rentenlücke kann im Einzelfall kleiner oder größer sein. Indes führt das Ignorieren des Problems direkt in die Altersarmut. Nachfolgend werden verschiedene Lösungs-Ansätze vorgestellt und kritisch betrachtet. Zunächst geht es um Bausteine mit staatlicher Förderung, weil diese bei vielen Menschen mehr Vertrauen erwecken als rein private Ansätze.

Riester-Vertrag mit Förderung vom Staat

Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer, der zu Beiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung verpflichtet ist, einen Riester-Vertrag in Betracht ziehen. Die staatliche Förderung entscheidet darüber, ob sich der Abschluss lohnt. Riester-Förderung kann mithilfe dieser Bausteine gesichert werden:

– Riester-Rentenversicherung.

– Riester-Darlehen.

– Riester-Banksparplan.

– Riester-Bausparvertrag.

– Riester-Fondssparplan.

Wie hoch ist die Förderung?

Pro Person beträgt die im Rahmen der Förderung geleistete Zulage seit 2018 per anno 175 Euro. Ein vor 2008 geborenes Kind erhöht die Zulage um 185 Euro. Für ein nach 2008 zur Welt gekommenes Kind beträgt die Zulage 300 Euro pro Jahr. Kinderzulagen werden solange bezahlt, wie Anspruch auf Kindergeld besteht. Studiert das Kind beispielsweise, werden die Zulagen bis zu seinem 25. Lebensjahr bezahlt.

Die volle Riester-Förderung erhält, wer mindestens 4 % seines rentenversicherungspflichtigen Jahreseinkommens in einen Vertrag einzahlt. Der maximal geförderte Betrag ist auf 2.100 Euro begrenzt. Dazu einige Beispiele:

– Ein Single mit 30.000 Bruttojahreseinkommen erhält 175 Euro Zulage. Sein minimaler Eigenanteil sinkt dadurch von 1.200 auf 1.025 Euro. Der maximale Eigenanteil wird durch die Zulage von 2.100 auf 1.925 Euro reduziert.

– Einer Einzelperson mit 1 Kind stehen Zulagen in Höhe von 360 respektive 475 Euro zu.

– Bei 2 Kindern steigt die Gesamtzulage auf 445 respektive 775 Euro im Jahr an.

– Beantragt ein Paar mit 2 Kindern die Riester-Zulagen, erhält jeder die Grundzulage von 175 Euro. Die Kinderzulagen werden jedoch nur einmal an das Paar ausgezahlt.

Gibt es einen Steuervorteil?

Für einige Riester-Sparer gibt es in der Tat steuerliche Vorteile, da Beiträge und Zulagen bis maximal 2.100 Euro per anno von der Steuer abgesetzt werden können. Es handelt sich dabei um einen rechnerischen Steuervorteil, dessen Umfang vom individuellen Steuersatz und jährlichen Riester-Vertragszahlungen abhängt. In der Praxis ist die tatsächliche Rückerstattung meist geringer als der errechnete Steuervorteil.

Lohnt sich ein Riester-Vertrag im Hinblick auf die Altersvorsorge?
Auf lange Sicht sorgen Zulagen und Einzahlungen für respektable Kontostände, jedoch profitieren manche Menschen sehr wenig und andere überdurchschnittlich. Ob sich ein Riester-Vertrag als Ergänzung zur privaten Altersvorsorge für Sie lohnt, kann nur während einer ganzheitlichen Beratung von unabhängiger Seite beurteilt werden.
Rürup- oder Basisrente – eine Alternative für Selbstständige?

Die Rürup- Rente wird der gesetzlichen Basisvorsorge zugeordnet und vor allem Selbstständigen empfohlen. Anders als bei Riester-Verträgen gibt es bei Rürup keinerlei staatliche Zulagen, aber steuerliche Vorteile.

Rürup-Verträge können Selbstständige eingehen, die keinem Versorgungswerk und keiner Pflichtversicherung angehören. Steuervorteile gibt es bis zum Höchstbetrag in der Basisvorsorge, dieser lag im Jahr 2019 bei 24.305 Euro.

Ob die Rürup- oder Basisrente für einen Selbstständigen sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab, welche im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung zur Altersvorsorge beurteilt werden müssen.

Betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung der gesetzlichen Rente?

Im Idealfall wird die Betriebsrente allein vom Arbeitgeber finanziert. Sie erhalten ohne irgendwelche Eigenleistung später eine spürbare Ergänzung zur eigenen Rente. Es gibt jedoch zahlreiche Hindernisse, welche diese vereinfachte Darstellung ad absurdem führen.

Eine Herausforderung entsteht durch die Tatsache, dass heutzutage die wenigsten Arbeitnehmer jahrzehntelang in den selben Betrieben bleiben. Beim Wechsel kommt es darauf an, wie der neue Chef zur betrieblichen Altersvorsorge steht. Übernimmt er den Vertrag zu den alten Konditionen oder nicht?

In jedem Fall sollte eine betriebliche Altersvorsorge nur nach vorheriger Beratung von unabhängiger Seite in Betracht gezogen werden. In vielen Fällen kann es sinnvoller sein, zur Altersvorsorge eine nicht geförderte Geldanlage zu wählen.

Welche Art der Geldanlage passt zu Ihren Plänen hinsichtlich der Altersvorsorge?

Wie bereits dargestellt, wird die gesetzliche Rente in den kommenden Jahrzehnten immer weniger zu einem sorgenfreien Lebensabend reichen. Um der Altersarmut zu entgehen, müssen Sie heute Geld in die Hand nehmen und renditestark anlegen.

Mit den staatlich geförderten Bausteinen schließen Sie Ihre Rentenlücke nur teilweise. Es stellt sich daher die Frage, ob diese Gelder nicht anderweitig effektiver genutzt werden können.

Darüber hinaus gibt es viele Fragen, die Sie nur mit professionellem Beistand richtig beantworten können. Die Geldanlage zur Altersvorsorge muss sorgfältig gewählt werden und zu ihren persönlichen Präferenzen passen. Unabhängige Beratung kann für Sie nur von Vorteil sein, denn es gilt, verantwortungsvolle Entscheidungen in einem zunehmend komplexeren Umfeld zu treffen. Nachfolgend einige wichtige Kriterien zur Geldanlage für die private Altersvorsorge.

Den Istzustand richtig bewerten

Zum Istzustand gehören unter anderem:

– Ihr Alter.

– Der ausgeübte Beruf inklusive Aufstiegschancen.

– Die finanzielle Situation in Relation zur Lebensplanung.

– Ihre Risikobereitschaft.

– Der Anlagehorizont.

– Die zu schließende Rentenlücke.

Warum ist das Alter wichtig?

Je früher Sie mit der Geldanlage für die Altersvorsorge anfangen, desto einfacher wird das Ziel erreicht. Anders ausgedrückt: Mit 25 oder 30 Jahren profitieren Sie länger vom Zinseszinseffekt als im Alter von 40 Jahren oder später. Indes ist es für die private Altersvorsorge nie zu spät, lediglich die Geldanlage muss auf das jeweilige Alter abgestimmt werden.

Warum spielt die finanzielle Situation eine maßgebliche Rolle?

Verfügen Sie beispielsweise über eine größere Summe, welche nicht bei Ihrer Lebensplanung gebraucht wird, kann diese als Einmalanlage über Jahrzehnte hinweg attraktive Renditen erzielen.

Ist kein freies Kapital von nennenswertem Umfang verfügbar, müssen bei der Geldanlage für die Altersvorsorge andere Wege gegangen werden. Beispielsweise der Vermögensaufbau mit Sparplan.

Die Risikobereitschaft

Ihr individuelles Risikoverständnis entscheidet maßgeblich über die Rentabilität Ihrer Geldanlage. Gleichwohl gibt es Möglichkeiten für risikobereite und risikoscheue Anleger. Die persönliche Risikobereitschaft sollte von einem kompetenten Berater ermittelt werden, da Privatleute oft zu emotionalen Fehleinschätzungen tendieren.

Der Anlagehorizont

Je länger eine Geldanlage Rendite erwirtschaftet, desto sicherer und rentabler wird sie. Grundsätzlich entwickeln sich Investitionen in Aufwärtskanälen und sind kurzfristigen Schwankungen unterworfen. Wer beispielsweise nur 5 Jahre in einen Aktienindex investiert, kann am Ende Rendite oder Verlust erzielt haben. Ab einer Laufzeit von 10 Jahren sind Verluste weitestgehend ausgeschlossen, die Rendite bewegt sich immer im grünen Bereich.

Wie groß ist die Rentenlücke?

Von diesem Wert hängt entscheidend der Aufwand ab, welcher bei der Geldanlage für die Altersvorsorge anfällt. Je kleiner die Lücke ist, desto leichter kann sie geschlossen werden. Auch dazu ein Beispiel:

– Wenn Sie mit 30 eine Rentenlücke von 350.000 Euro entdecken und diese innerhalb von 35 Jahren schließen wollen, genügen 200 Euro monatlich, in einen Fonds- oder ETF-Sparplan investiert.

– Entdecken Sie diese Lücke erst im Alter von 45 Jahren, müssen 20 Jahre lang pro Monat 700 Euro angelegt werden.

– 200 Euro jeden Monat über 20 Jahre investiert, reichen lediglich zu Schließen einer Rentenlücke von gut 100.000 Euro.

Den Istzustand mit Ihrem Ziel in Einklang bringen

Es geht letztlich darum, eine Geldanlage zu finden, die oben genannten Kriterien, gerecht wird und das von Ihnen gesteckte Ziel erreicht. Bei der Zielbemessung darf die aktuelle Geldentwertung von mindestens 2 % per anno nicht vergessen werden. Das bedeutet: Für eine heute erkannte Rentenlücke von 350.000 Euro müssen zur Schließung in 35 Jahren wenigstens 600.000 Euro vorhanden sein.

Private Altersvorsorge – welche Möglichkeiten sind verfügbar?

Die hier aufgezeigten Optionen unterscheiden sich von den oben dargestellten durch die fehlende staatliche Förderung. Sie müssen zwar alles selbst bezahlen, dafür sind aber keine Regeln zu beachten. Unterschieden werden muss hierbei zwischen Verträgen und Geldanlage-Modellen für die private Altersvorsorge.

Private Rentenversicherung und Kapitallebensversicherung

Weniger risikobereite Menschen entschieden sich früher oft für die private Rentenversicherung oder die Kapitallebensversicherung. Beide Policen haben jedoch aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds ihre Attraktivität eingebüßt. Die Zinsen sind auf etwa 0,9 % gesunken und nur noch für die eingezahlten Beiträge abzüglich der Kosten garantiert.

Geblieben sind die vergleichsweise hohen Abschlusskosten. Um zumindest das Eingezahlte wieder zu bekommen, müssen beide Versicherungen jeweils mindestens 25 Jahre laufen. Angesichts der aktuellen Inflation von mindestens 2 % per anno, sind die Policen in jedem Fall unrentabel.

Fondsgebundene Lebensversicherungen

Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung ist eine Geldanlage in einen Versicherungsmantel gehüllt. Das Nachfolgemodell der klassischen Kapitallebensversicherung wird mit einer Kombination aus höheren Erträgen und Versicherungsschutz beworben.

Versicherte haben in der Regel wenig Einfluss auf die Fondsauswahl, tragen aber das volle Risiko. Einige Versicherer gewähren jedoch ein gewisses Mitspracherecht und ermöglichen sogar den Fondswechsel während der Laufzeit. Indes haben fondsgebundene Lebensversicherungen ähnlich schlechte Eigenschaften wie die Klassiker: enorm hohe Verwaltungskosten und Abschluss-Provisionen.

Es gibt zwar eine Aussicht auf höhere Rendite als beim Vorgänger, aber keinerlei Garantie. Experten raten daher zur Geldanlage in Eigenregie und hinsichtlich der familiären Sicherheit zur kostengünstigen Risikolebensversicherung.

Geldanlage für die private Altersvorsorge

Wer Geld für seine private Altersvorsorge anlegen möchte, muss sich zunächst mit den verfügbaren Anlageklassen auseinandersetzen. Möglich sind Investitionen in:

– Aktien.

– Anleihen.

– Rohstoffe.

– Geldmarktprodukte.

Naturgemäß müssen eher große Rentenlücken geschlossen und daher attraktive Renditen erzielt werden.

Aktien

Diese Unternehmensbeteiligungen eignen sich hervorragend für die Geldanlage zur Altersvorsorge. Allerdings werden auf lange Sicht hervorragende Renditen mit recht volatiler Entwicklung erzielt, und damit kann nicht jeder leben.

Ein weiteres Problem bei einzelnen Aktien ist die richtige Auswahl. Selbst Fachleute wie Fondsmanager haben ihre Schwierigkeiten mit der Aktienauswahl und finden Senkrechtstarter eher zufällig. Zudem setzt ein Aktienportfolio den Einsatz umfangreicher Mittel voraus und erfordert regelmäßiges Rebalancing (Wiederherstellung der ursprünglichen Gewichtung). Gleichzeitig mahnen Experten zur bestmöglichen Diversifikation, weil damit das Risiko auf viele Positionen verteilt wird.

Die Lösung: Statt in einzelne Aktien zu investieren, Geld in einen Aktienfonds anlegen.

Hierbei stehen Ihnen zwei Möglichkeiten in Option:

Der aktiv gemanagte Aktienfonds

Aktiv gemanagt bedeutet, dass ein erfahrenes Management die Zusammensetzung des Fonds festlegt und die Entwicklung überwacht. Bei Bedarf werden Aktien mit unzureichender Entwicklung gegen Wertpapiere mit optimalem Wertzuwachs ausgetauscht.

Das Management eines aktiven Aktienfonds will besser als der Gesamtmarkt abschneiden. Dieses Ziel wird nicht immer erreicht, es muss jedoch vom Anleger vergleichsweise teuer bezahlt werden.

Aktiv gemanagte Fonds bestehen entweder zu 100 % aus Aktien (hohe Rendite bei überdurchschnittlichem Risiko) oder aber aus einer Aktien-Anleihen-Kombination. Je höher der Anleihenanteil eines Fonds ist, desto geringer sind die mit der Geldanlage verbundenen Risiken und Renditen.

Zudem investieren einige aktive Fonds in Geldmarktprodukte, Rohstoffe und Immobilienunternehmen. In einen aktiv gemanagten Fonds sollte nur mit professionellem Beistand investiert werden. Ein unabhängiger Berater ermittelt zuerst die individuelle Risikobereitschaft und empfiehlt einen Fonds, der zum Anlageziel ebenso passt wie zur Lebenssituation.

Ein Nachteil haftet jedoch allen aktiv gemanagten Fonds an: vergleichsweise hohe Kosten, selbst bei normaler Entwicklung. Zudem ist die Diversifikation dieser Fonds nicht immer optimal, der Einstieg erfordert umfangreiches Kapital, Sparpläne werden nur in wenigen Fällen geboten.

Kostengünstig in globale Indizes anlegen

Eine sinnvolle Alternative zu gemanagten Fonds sind börsengehandelte Indexfonds. Diese Exchange Traded Funds werden Ihnen jedoch nur von einem unabhängigen Honorar-Berater in Option gestellt, weil damit keine Provisionen zu verdienen sind.

ETFs bilden in der Regel nationale, regionale oder globale Indizes nach und sind in den Anlageklassen Aktien, Anleihen, Geldmarkt, Immobilien und Rohstoffe verfügbar. Bei Rohstoffen handelt es sich hierzulande um Exchange Traded Commodities.

Die Geldanlage mit ETFs ist sehr transparent, flexibel und kostengünstig. Sie investieren nicht in Einzelwerte, sondern mit überschaubarem Risiko in gesamte Märkte. Ausgabeaufschläge entfallen ebenso wie aufwendiges Rebalancing (wird vom ETF-Anbieter erledigt). Der größte Vorteil eines ETF ist die vorbildliche Diversifikation:

– Ein ETF auf den S&P 500 Aktienindex verteilt Ihre Geldanlage auf 500 große Unternehmen der Vereinigten Staaten.

– Mit einem ETF auf den MSCI World sind Sie in mehr als 1.650 große und mittelgroße Gesellschaften aus 23 Industrieländern in 5 globalen Regionen investiert.

– Die Geldanlage in einen MSCI AWCI ETF verteilt das Risiko auf über 2.800 Gesellschaften aus 23 Industriestaaten und 26 Schwellenländern.

Bei den meisten ETF kann die Geldanlage mittels Sparplan und monatlichen Raten ab 25 Euro erfolgen. Viele Broker führen die Raten dauerhaft kostenfrei aus.

Es gibt zudem ETFs auf globale Staats- und Unternehmensanleihen sowie auf unzählige Nischenprodukte zur individuellen Portfoliogestaltung. Aktuell können Sie in der BRD untern gut 1.500 ETFs wählen. Obgleich Exchange Traded Funds leicht verständliche Produkte sind, kann professionelle Beratung beim Erwerb nur von Vorteil sein.

Nachfolgend einige Rechenbeispiele:

– Die Geldanlage in einen ETF auf den MSCI World Aktienindex resultierte in den letzten 2 Jahrzehnten in jährlichen Renditen von durchschnittlich knapp 8 %. Die Gesamtkosten belaufen sich auf durchschnittlich 0,25 % per anno.

Um eine Rentenlücke von 350.000 Euro effektiv zu schließen, ist bei 35 Jahren Anlagehorizont eine Einmalanlage von 22.000 Euro erforderlich.

Zum Inflationsausgleich sollte beim Renteneintritt eine Summe von 600.000 Euro verfügbar sein. Diese wird innerhalb von 35 Jahren mit einer Einmalanlage von knapp 40.000 Euro erreicht.

Ohne das erforderliche Eigenkapital bietet sich die Alternative ETF-Sparplan an:

– 200 Euro im Monat resultieren in 35 Jahren in einer Summe von 462.000 Euro.

– Mit 300 Euro monatlich werden innerhalb von 35 Jahren 693.000 Euro erreicht.

Mit einem ETF-Sparplan genießen Sie maximale Freiheit. Die Raten können der jeweiligen Lebenssituation angepasst, dynamisch gestaltet oder zeitweilig ausgesetzt werden. Anders als mit einer Versicherung gehen Sie bei der Geldanlage mittels ETF oder ETF-Sparplan keinerlei Verpflichtungen ein.

Der richtige ETF oder das geeignete ETF-Portfolio sollte jedoch im Rahmen einer professionellen Beratung von unabhängiger Seite gefunden werden. Erforderlich sind zudem kostenfreies Depot und Durchhaltevermögen.

Professionelle Beratung resultiert zudem in einem optimalen Auszahlungsplan, welcher Ihnen nach dem Renteneintritt weiterhin das Erzielen von Rendite ermöglicht.

Die eigenen vier Wände als Teil der Altersvorsorge

Geld in den Erwerb einer Immobilie anzulegen befreit auf den ersten Blick von der Zahlung ständig steigender Mieten. Niedrige Zinsen animieren zudem zur Finanzierung des Eigenheims.

Allerdings ist der Weg zur eigenen Immobilie sehr langwierig und voller Stolperfallen. Unabhängige Beratung ist nicht nur bei der Entscheidung für oder gegen das finanzierte Eigenheim erforderlich. Sie sollte vielmehr von Anfang bis Ende des Vorhabens gewährleistet sein. Nachfolgend einige Gründe:

– Zinsen können bei der Nachfinanzierung deutlich höher und damit herausfordernd sein.

– Die Lebenssituation kann sich ändern, unter anderem durch dauerhafte Arbeitslosigkeit, schwere Krankheit oder Scheidung.

– Aus beruflichen Gründen wird ein Wohnortwechsel nötig.

Die eigenen vier Wände können die Rentenlücke effektiv verkleinern, weil sie monatliche Mietzahlungen ersparen. Gleichwohl kann nur unabhängige Beratung zu einem sinnvollen Entschluss führen, weil sie die persönlichen Bedürfnisse ebenso berücksichtigt wie die individuellen Möglichkeiten.

Mit einem Haus sind Sie an einen bestimmten Ort gebunden und haben Kosten für die Instandhaltung. Die Früchte Ihrer Geldanlage für die Altersvorsorge können Sie überall auf der Welt genießen.

Zusammenfassung

Dass die Rente sicher nicht für einen angenehmen Lebensabend ausreicht, wird immer mehr Berufstätigen bewusst. Natürlich zahlt die gesetzliche Rentenversicherung auch in 20 oder 30 Jahren Geld an Versicherte aus, aber nur noch etwa 40 % des letzten Gehalts. Davon gehen Sozialversicherungsbeiträge und Steuern ab. Kurzum gibt es für Sie als Rentner kein Auskommen mit diesem Einkommen.

Dem Gesetzgeber war die Entwicklung auch klar, Produkte wie Riester-Verträge und Co. sind nicht zufällig entstanden. Der gute Wille resultierte aber in geförderten Produkten, von denen nicht jeder Arbeitnehmer vollumfänglich profitieren kann. Ob die Altersvorsorge mit staatlicher Förderung sinnvoll ist, muss im Einzelfall während der professionellen Beratung von unabhängiger Seite entschieden werden.

Die Geldanlage für die Altersvorsorge ist hingegen für jeden Berufstätigen und Selbstständigen eine sinnvolle Option. Es gibt zwar keine staatliche Förderung, dafür sind den persönlichen Engagements keinerlei Grenzen gesetzt.

Indes sorgt bei der Geldanlage für die Altersvorsorge ein facettenreiches Anlageuniversum für Verwirrung. Es gibt Assetklassen mit spezifischen Eigenheiten, aktiv gemanagte Fonds und passive Indexfonds. Die Auswahl muss den persönlichen Präferenzen entsprechen und sollte im Rahmen einer professionellen Beratung von unabhängiger Seite erfolgen.

Mit der Geldanlage für die Altersvorsorge wird die Rentenlücke effektiv geschlossen, sofern Instrumente zum Einsatz kommen, die verstanden werden und der individuellen Risikobereitschaft entsprechen.

Das Eigenheim als Altersvorsorge wird von vielen Arbeitnehmern als sicherer empfunden als die Geldanlage. Individuelle Beratung von unabhängiger Seite zeigt hierbei Risiken und Chancen von beiden Optionen transparent auf. Wie Sie Ihre private Altersvorsorge auf ein sicheres Fundament stellen, richtet sich nach vielen Kriterien, welche nur ein unabhängiger Finanzberater richtig einordnen kann.

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