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Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung tritt in Kraft, wenn ein Darlehen mit festgelegten Zinsen vor Fälligkeit bereits vom Kreditnehmer zurückgezahlt werden will. In dem Fall steht dem Kreditgeber eine Entschädigung zu, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung.
Sollte ein Kreditnehmer also vor Laufzeitende seines Kredits den Kreditvertrag beenden und den ausstehenden Betrag früher als vereinbart zurückzahlen wollen, kann er dies beim Kreditgeber beantragen. Diesen Antrag kann der Kreditgeber annehmen oder ablehnen. Bei Krediten mit festgelegten Zinsen verlangt der Kreditgeber im Falle der Zustimmung in der Regel einen Schadensersatz – die Vorfälligkeitsentschädigung – vom Kreditnehmer.

In einigen Fällen kann der Kreditnehmer eine Vorfälligkeitsentschädigung umgehen, zum Beispiel wenn es sich um ein Darlehen ohne Zinsfestschreibung handelt oder wenn die Laufzeit des Darlehens bereits zehn Jahre andauert, da die Zinsbindung in der Regel nach zehn Jahren endet. Außerdem sollten eventuell fehlerhafte Widerrufsbelehrungen in dem Darlehensvertrag berücksichtigt werden.

Da die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung sehr komplex ist, empfiehlt es sich, diese vom Kreditnehmer beim Verbraucherschutzverein vornehmen zu lassen, um einen Vergleichswert zu haben gegenüber der Vorfälligkeitsentschädigung, die das Kreditinstitut dem Kreditnehmer in Rechnung stellt.

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