Insolvenz

Die Insolvenz beschreibt den Zustand der Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen oder Privatpersonen. Das ist der Fall, wenn anfallende Ausgaben nicht beglichen werden können, da sie die Einnahmen übersteigen und dadurch Schulden bestehen oder drohen. Dabei gibt es unterschiedliche Arten der Insolvenz: Die Unternehmensinsolvenz bzw. Regelinsolvenz (umgangssprachlich Konkurs genannt), die Verbraucherinsolvenz bzw. Privatinsolvenz und die Nachlassinsolvenz. Durch das Beantragen eines Insolvenzvertrages kann sich der Schuldner oder die Schuldnerin von Schulden befreien. Bei einer formellen Insolvenz hingegen eröffnet das Amtsgericht das Verfahren. Gründe für eine Insolvenzeröffnung sind Zahlungsunfähigkeit, eine drohende Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Die Schulden an die Gläubiger werden dann mit einem Insolvenzplan abgehandelt. Die Gläubiger müssen dem Plan vorerst mehrheitlich zustimmen. Der Insolvenzplan gibt den Rahmen für die Abwicklung der Schulden vor. Nach sechs Jahren kann bei Privatpersonen eine Restschuldbefreiung erfolgen, wenn die Bedingungen erfüllt worden sind. Juristische Personen stehen keine Restschuldbefreiung zu.

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