Prinzipiell haben Sie die Wahl zwischen folgenden drei Möglichkeiten, um in Aktien zu investieren:

Gut zu wissen: Was sind Aktien?
Aktien sind Wertpapiere und machen den Besitzer zum Anteilseigner eines Unternehmens. Nach Steuern und nach Inflation ist eine Geldanlage in Aktien derzeit die beste Chance, um auf lange Sicht ernstzunehmende Renditen zu erwirtschaften. Historisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, mit Aktienfonds am Aktienmarkt Gewinne zu erzielen, überraschend hoch. (siehe Grafik unten)
Aktienmarkt 2026: Ideal für langfristige Geldanlagen1. Passive ETFs
Der große Vorteil von ETFs besteht darin, dass die meisten ETFs sehr breit gestreut sind, z. B. der MSCI ACWI, und dabei eine sehr geringe Kostenstruktur aufweisen. Die Gebühren betragen circa 0,2 %. ETFs sind das Trendthema der letzten 10 Jahre bei der Geldanlage für Privatpersonen:

Quelle: Google Trends

Gut zu wissen: Das Prinzip ist einfach: Man kauft keine einzelnen Aktien mehr, sondern einen ganzen Index. Ein Beispiel: Wenn Sie einen Dax-ETF kaufen, dann investieren Sie in alle 30 Unternehmen aus Deutschland, die im Dax gelistet sind. Der Wert Ihres ETF folgt immer dem Wert des Index. Das funktioniert automatisiert und es ist kaum Personal notwendig. Deswegen können ETF zu deutlich niedrigeren Kosten gehandelt werden, als aktive Investmentfonds, bei denen Fondsmanager kalkulierte Entscheidungen treffen.
2. Aktive Fonds
Während passive ETFs meist die Entwicklung des globalen Aktienmarkts abbilden, können aktiv gemanagte Fonds sich in gewissen Zeiträumen besser oder schlechter als der generelle Aktienmarkt entwickeln. Eine sinnvolle Kombination aus aktiv gemanagten Fonds und passiven Indexfonds ist für die meisten Kunden der richtige Weg.

Gut zu wissen:
Klassische Aktienfonds, bei denen echte Menschen die Anlageentscheidung treffen, sind mit circa 1,5 % Gebühr deutlich teurer als passive ETFs. Für unsere Kunden vermitteln wir ausschließlich die vergünstigten Clean Share Tranchen, wodurch etwa 50 % der Kosten eingespart werden. Damit können wir die Gebühren senken und so die Netto-Rendite unserer Kunden maximieren.
3. Einzelaktien
Eine echte Diversifikation mit Einzeltiteln ist erst bei hohen siebenstelligen Vermögenswerten möglich, sinnvoll und empfehlenswert. Wir empfehlen mindestens 300 verschiedene Einzeltitel für ein diversifiziertes Aktienportfolio, was in der Praxis kaum umsetzbar ist.
Historische Renditen am Aktienmarkt
Unabhängig davon, welche Möglichkeit gewählt wird, um in Aktien zu investieren, ist es entscheidend zu bedenken, dass der Aktienmarkt eine langfristige Geldanlage darstellt.
Die folgende Grafik veranschaulicht die Wahrscheinlichkeit, einen Gewinn zu erzielen, in Abhängigkeit von der Anlagedauer.
Direkter Vergleich: Passive vs. aktive Aktienfonds
Nach Steuern und nach Inflation ist eine Geldanlage in Aktien derzeit die beste Chance, die Sie haben, um auf lange Sicht ernst zu nehmende Renditen zu erwirtschaften. Wir haben ja weiter oben in diesem Artikel schon gezeigt, dass die historische Wahrscheinlichkeit, mit Aktienfonds am Aktienmarkt Gewinne zu erzielen, überraschend hoch ist. Besonders wenn Sie…
- Ihr Geld am Aktienmarkt über lange Zeiträume anlegen.
- Ihre Geldanlagen diversifizieren, also breit streuen – innerhalb und/oder zwischen Assetklassen!

Diversifikation? Beim Thema Diversifikation gilt: Ein diversifiziertes Portfolio muss nicht zwangsläufig verschiedene Anlageklassen – z. B. Aktien, Anleihen und Rohstoffe – enthalten. Anleger können auch innerhalb einer Assetklasse diversifizieren. Dabei geht es darum, dass man z. B. in viele Aktien (weltweit) gleichzeitig investiert, anstatt alles nur auf ein Unternehmen zu setzen. Am einfachsten geht das über aktive oder passiv gemanagte Fonds!
Deshalb empfehlen wir eine Kombination von aktiven und passiven Fonds?
Im Kern folgt unsere Anlagephilosophie stets der Maxime, die maximal mögliche Diversifizierung anzustreben. In einem ganzheitlichen Portfolio sollten deshalb aktive und passive Aktienfonds integriert werden.
Ihre Lebensrealität ist entscheidend
Der Grund dafür liegt vor allem in der Lebensrealität der Menschen: Bei jeder Geldanlage muss bedacht werden, dass sich Lebensumstände ändern können, unvorhergesehene Ereignisse eintreten oder Notfälle auftreten, die dazu führen könnten, dass Teile der Geldanlage verkauft werden müssen. Erfahrungsgemäß gibt es drei bis fünf Situationen im Leben eines Anlegers, in denen außerplanmäßig auf das Kapital zugegriffen werden muss.

Nico Hüsch
Geaschäftsführer
Aus Gesamtportfoliosicht ergibt sich der Mehrwert darin, dass sich aktive Fonds und ETFs unterschiedlich entwickeln können, wodurch vermieden wird, Fondsanteile mit negativer Wertentwicklung verkaufen zu müssen. Eine ausschließliche Investition in ETFs, aktive Fonds oder einzelne Aktien würde die Flexibilität verringern und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Verluste realisieren zu müssen.
Vorteile der Kombination von aktiven und passiven Fonds:
- Maximale Diversifizierung: Ein diversifiziertes Portfolio minimiert das Risiko durch breite Streuung.
- Flexibilität: Die Integration von aktiven und passiven Fonds ermöglicht es, auf verschiedene Marktentwicklungen optimal zu reagieren.
- Verringerte Verluste: Es ist weniger wahrscheinlich, dass Anteile verkauft werden müssen, wenn sie gerade eine negative Wertentwicklung aufweisen.
Einschränkungen:
Der Mehrwert einer sehr breiten Diversifikation ergibt sich erst bei höheren Vermögenswerten. Bei kleineren fünfstelligen Vermögen führen unvorhergesehene Ereignisse in der Regel dazu, dass das gesamte Kapital veräußert werden muss. Der beschriebene Mehrwert zeigt sich also erst, wenn nur ein Teil des Kapitals veräußert werden muss.
100 % ETF-Quote ist oft ein guter Anfang
In der Beratungspraxis bedeutet dies, dass wir für sehr junge Kunden mit wenig Vermögen und kleinen Sparbeträgen zunächst mit einer 100 % ETF-Quote starten können, da hier die maximale Diversifizierung noch keinen Vorteil bringt. Durch den sehr langen Anlagezeithorizont sollten die Kostenvorteile der ETFs stark gewichtet werden. Zehn Jahre später könnte dann begonnen werden, klassische Aktienfonds mit Clean Shares in das Portfolio zu integrieren.

Nico Hüsch
Geaschäftsführer
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Gut zu wissen:
Die Kombination aus aktiven und passiven Fonds in einem Portfolio bietet die beste Balance zwischen Diversifizierung und Flexibilität. Diese Strategie ermöglicht es unseren Kunden, auch in unvorhergesehenen Situationen optimal auf ihre Investitionen zugreifen zu können, ohne erhebliche Verluste zu riskieren.
Vor- & Nachteile – ETF vs. aktive Aktienfonds
Die aktuell starke Nachfrage nach ETF-Investments führt leider oft zu dem Missverständnis, aktiv gemanagte Fonds taugen im Jahr 2026 nicht (mehr) zur Geldanlage. Das kann so aber nicht im Raum stehen bleiben, denn beide Finanzprodukte – aktive & passive Fonds – haben Vor- wie Nachteile.

Die Vor- und Nachteile eines ETF im Vergleich zu einem aktiv gemanagten Aktienfonds sind:
- Die Geldanlage in einem computergesteuerten ETF ist nicht nur günstig, sondern bringt in den meisten Fällen auch eine gewisse Diversifizierung mit sich.
- Die Gestaltungsmöglichkeiten für ein ganzheitliches Anlage-Portfolio sind allerdings beschränkt. Vor allem in Nischenmärkten oder weniger strukturierten Wirtschaftsmärkten wie den asiatischen Raum – Emerging Markets – empfiehlt sich die Anlage in einen ETF oft nicht.
- In einem guten Finanzkonzept gibt es auch bei den aktiven Fonds keine Ausgabeaufschläge und die Fondskosten werden durch Clean Shares reduziert.
- Insgesamt sind beide Anlagemöglichkeiten zu empfehlen.
- Bei beiden gilt: Wichtig ist, dass Sie sich als unerfahrener Anleger bei der Erarbeitung Ihres Finanzkonzepts professionell beraten lassen.
- Ob das Portfolio letztendlich aus den richtigen ETF oder den richtigen aktiven Fonds oder beidem besteht, ist dann gar nicht mehr so wichtig.
- Die meisten Kunden kombinieren oft die Vorteile von ETF mit denen von aktiv gemanagten Fonds.
Clean Share Chargen – für effiziente Kosten
Clean Share Chargen bezeichnen Fondsanteile ohne eingebettete Vertriebsprovisionen oder Verwaltungsgebühren, die üblicherweise an Vermittler oder Berater gezahlt werden. Damit eliminieren wir also versteckte Vertriebsprovisionen und senken die Gesamtkosten. Das führt nicht nur zu einer transparenten Kostenstruktur, sondern verbessert auch die Netto-Rendite unserer Kunden. So holen wir gemeinsam das Beste aus den Anlagen unserer Kunden heraus.

Nico Hüsch
Geaschäftsführer
Unverbindliches Erstgespräch vereinbarenGibt es auch Kritik an ETF?
Wenn Sie auf der Suche nach Kritik an ETFs sind, dann habe ich hier für Sie zwei Themen ausgearbeitet, die bisher wenig in der Presse behandelt worden sind:
Kritikpunkt 1:
Die meisten ETF legen ihre Geldanlage nach der Marktkapitalisierung der Märkte fest. Das halte ich für falsch. Es ist viel schlauer in Zukunftsmärkte zu investieren, da Wachstum letztlich Kursentwicklung bedeutet und die Marktgröße an sich (Marktkapitalisierung) weniger wichtig ist.
Kritikpunkt 2:
Viele aktive Fondsmanager schlagen den Index nicht. Doch dafür gibt es nachvollziehbare Gründe. Ganz viele als „aktiv“ geführte Fonds haben kein aktives Fondsmanagement. Wenn ein Fondsmanager das Portfolio von 20 Fonds einer Beispielbank auswählt und einmal im Jahr ein paar Änderungen vornimmt, sind diese 20 Fonds „aktiv“.
Nico Hüsch über “aktive” Fonds
Es ist bemerkenswert, dass nur ca. 2 % der aktiven Fonds überhaupt ein aktives Management im eigentlichen Sinne durchführen können, da diese über ausreichend verwaltetes Vermögen verfügen, um die Arbeit richtigzumachen. Wenn Sie diese Themen genauer interessieren, klicken Sie bitte [hier].

Nico Hüsch
Geaschäftsführer
Am Aktienmarkt gewinnt man mit langen Anlagehorizonten
Wenn Sie sich die historischen Renditen bekannter Indizes – z. B. den DAX oder den MSCI World – der letzten 20 Jahre oder gar 40 Jahre genauer ansehen, stellen Sie fest: Egal zu welchem Zeitpunkt Sie mit dem Sparen begonnen haben, die durchschnittliche Renditen liegen zwischen 7 % und 10 %.
Nico Hüsch über die “beste Geldanlage momentan
Aus meiner langjährigen Erfahrung als unabhängiger Finanzberater kann ich Ihnen versichern: Die Frage nach der momentan besten Geldanlage ist – wenn überhaupt – nur für Daytrader & Zocker relevant. Für langfristig orientierte Anleger ist sie zweitrangig. Wenn Sie ein Vermögen aufbauen oder für das Alter vorsorgen wollen, brauchen Sie dazu vor allem eines: ein passendes Finanzkonzept.

Nico Hüsch
Geaschäftsführer
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